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1. Mai 2010 in Zürich
ca. 8:30 Uhr
Das Wetter war sehr sehr bescheiden an diesem ersten Mai. Dazu auch noch an einem "normalen" Samstag. Trotzdem erhob ich mich schweren Herzens aus meinem Bett um der 1. Mai Demonstration beizuwohnen und diese Fotografisch festzuhalten.
Die danach folgende, nicht bewilligte Nachdemo, gehört ja eigentlich schon zum Pflichtprogramm. Da ist am 1. Mai die richtige Action.
Das Wort "Nachdemonstration" finde ich so oder so nicht richtig. Das Wort Demonstration kommt vom lateinischen (demonstrare) und bedeutet soviel wie zeigen, hinweisen, nachweisen. Und das der Schwarze Block (SB) auf etwas hinweist, ausser das er sich besaufen und Gegenstände werfen kann, sehe ich da, beim besten Willen, wirklich nicht. Da hatte ich auch schon mal eine schöne Diskussion mit einem Polizisten. (Na ja, anderes Thema...)
Also auf zum Helvetiaplatz in Zürich.
Tag 10 - Klagenfurt - Reptilienzoo Happ / Reptilienzoo Nockalm
Der letzte Tag meines Urlaubes in Österreich. Zum Abschluss gab es aber noch zwei Zoos meiner Lieblingssorte: Reptilienzoos.
In Klagenfurt besuchte ich erst den Reptilienzoo Happ. Der Zoo wurde vor über 30 Jahren von Friedrich Happ gegründet, welcher sich damit einen Lebenstraum erfüllte. Der Gründer verstarb leider im Jahr 2000 im Alter von 80 Jahren. Der Zoo wird nun von seiner Frau Hela Happ geleitet, und dank Sabine und Hannes Happ wird der Zoo auch sicherlich noch lange weiter bestehen. Und das ist auch gut so! Es sind unzählige Reptilien zu sehen. Darunter auch solche, welche in Aussengehegen gehalten werden. Denen könnte ich stundenlang zuschauen. Auf jeden Fall einen Besuch wert.
Vor der Fahrt nach Hause ging es noch in Reichenau vorbei. Die Wegbschreibung die ich hatte war jedoch auf den ersten Blick etwas verwirrend, wodurch ich mir erst nich sicher war ob ich den überhaupt finde. War aber schlussendlich ganz einfach. Der Zoo hat sehr viele giftige Schlangen, vermutlich eine der grössten Samlungen überhaupt. Erst waren die Giftschlangen ein Hobby von Peter Zürcher, welcher, wie der Name schon vermuten lässt, ein gebürtiger Schweizer ist, der nach Kärnten ausgewandert ist. Wegen zunehmendem Zeitmangel hat er sich 1994 entschieden sein Hobby zum Beruf zu machen, und die Sammlung öffentlich zugänglich zu machen.
Weil bei meinem Besuch gerade nicht sehr viele Besucher vor Ort waren, konnten wir auch bei der Fütterung zweier Giftschlanngen zuschauen. Denn normalerweise werden die Tiere aus aus Sicherheitsgründen ausserhalb der Öffnungszeiten gefüttert. Handelt sich ja auch zum Teil um die giftigsten, und somit tödlichsten Schlangen der Welt! Wollte da eigentlich gar nicht mehr raus. War richtig faszinierend. Aber irgendwann musste ich mich auch langsam auf den Heimweg machen.
Hatten mich dann entschieden einen kleinen Umweg zu fahren, welcher sich dann aber zu einem grösseren Umweg ausweitete. Zwar nicht was die Strecke angeht, aber zeitlich dauerte dieser Umweg einige Stunden länger. War dafür auch um so schöner. In der Schweiz gieng es dann noch über den Ofen- und Flüelapass. Die machen spät Abends auch noch viel mehr Spass, weil keine Reisebusse unterwegs sind. Auf dem Flüelapass machte ich dann noch bei windigen 8°C noch einen Halt um ein paar Fotos bei Mondschein zu schiessen. War mal etwas anderes. Um halb zwei morgend kam ich dann auch endlich zu Hause an.
(Fotos folgen nach dem Bearbeiten)
Tag 9 - Reptilienzoo Forchtenstein / Tierwelt Herberstein
Nach dem aufwachen stand erst mal ein Telefon mit dem Funbüro der Wiener Linien an. Leider ohne Erfolg. Mal in ca. einer Woche nochmals versuchen.
Somit war es Zeit Wien zu verlassen. War, bis auf diesen etwas dummen Zwischenfall, richtig toll. Würde auf jeden Fall wieder einmal nach Wien gehen. Nun ging es aber weiter nach Forchtenstein. Der dortige Reptilienzoo ist erst frisch eröffnet worden, und alles ist wunderschön gemacht. Grosszügige Terrarien welche sensationell eingerichtet sind. Ich war vollauf begeistert. Mein Kompliment an die Betreiber! Im Shop fand ich dann doch wirklich auch noch mein Objekt der Begierde, welches ich im Haus des Meeres nicht bekommen habe. Und auch noch ein paar Dinge mehr. Da kann ich einfach nicht wiederstehen, und die haben es auch verdient meine Kohle zu kriegen, für das was sie dort auf die Beine gestellt haben.
Zweiter Punkt auf der Liste (bzw. dritter) war die Tierwelt Herberstein. Hätte ich fast nicht gefunden weil ich irgendwie eine total falsche Adresse aufgeschrieben habe. Dank GPS dann aber doch noch an den richtigen Ort gelangt. Alle Gehege sind extrem grosszügig gestalltet, was es hingegen für die Besucher etwas schwieriger macht die Tiere auch wirklich nahe zu sehen. Die verziehen sich dann nämlich gerne mal in eine Ecke weit weg von den Besuchern (Würde ich genau so machen. Dieses Kindergeschrei den ganzen Tag hält man auf dauer ja nicht aus).
Der absolute Brüller waren aber die vier frei laufenden Liszt-Äffchen. Einfach süss die kleinen, und die hatten offensichtlich auch eine menge Spass. Jedenfalls drei der vier. Der vierte schiebte pflichtbewusst Wache.
Nun bin ich in der nähe von Klagenfurt, wo es noch zwei weitere Reptilienzoos hat die ich morgen besuchen werde. Die Wegbeschreibung des einen ist aber so chaotisch, dass ich nicht weiss ob ich den überhaupt finde. Eine Adresse gab es nicht. So kann man einen übermässigen Besucheransturm natürlich auch verhindern.
(Fotos folgen nach dem Bearbeiten)
Tag 8 - Letztes mal Wien
Wie angekündigt ging es heute erst mal Schweizer Konsulat. Dort wurde auch der Diebstahl der ID aufgenommen. Zu Geld kam ich dann aber schlussendlich nicht über das Konsulat, von denen hatte ich aber den Tipp wie ich dazu komme. Kannte ich gar nicht, funktioniert aber einwandfrei. Über Western Union kann man sich von Familie/Freunden/usw. extrem schnell Geld zusenden lassen. Der Sender füllt ein Formular aus, gibt es zusammen mit dem Geld (+Gebühr) ab und bekommt dafür eine Quittung mit einer Nummer. Diese Nummer wird dann an der Empfänger durchgegeben. Der Empfänger füllt ebenfalls ein Formular mit den Daten aus. Am Schalter werden dann Nummer und alle Angaben die auf dem Formular stehen überprüft, und wenn alles stimmt bekommt man das Geld. Ein unkomplizierter und wie angesprochen sehr schneller Weg um an Bargeld zu kommen. Für den Notfall eine super Lösung.
Damit war dan der Morgen und ein Teil des Nachmittags auch schon gelaufen. Erstes Ziel nach der "Pflicht" war der Naschmarkt. Ein herrlicher Platz. Da könnte man sich kreuz und quer durchfressen. Da gibt es so zimlich alles, und alles ganz frisch. Ich nahm mir da mal wieder einen Döner, da ich schon sehr lange keinen mehr hatte. Und ich muss sagen der war der Hammer. Kein Vergleich zu denen die ich bis jetzt hatte. Da war jede Menge richtiges Fleisch drin (Lamm und Kalb), und nicht wie sonst meist 80% zerhäckseltes irgendwas. So muss ein Döner sein. Und das für 3€! Dafür kriegt man bei uns vielleicht mal das Brot ohne alles....
Machte mich danach noch auf in Richtung Donauinsel. War schön, blieb aber nicht all zu lange. Durch das wirklich viele "durch Wien laufen" merkte ich jeden Schritt in Füssen und Beinen. Mal schauen ob ich nach meiner Rückkehr aus meinem GPS raus kriege wie viel das tatsächlich in etwa waren. Habe so ziemlich alle meiner Bewegungen als Track auf meinem GPS aufgezeichnet.
Und jetzt wollte ich echt mal wieder Internet! Am einfachsten gibts das bei McDonnalds. Muss ja nicht den Müll fressen den sie dort verkaufen. Habe mir ein Sprite bestellt und habe mich in eine ruhige Ecke gesetzt. Da war ich dann, bis Akku leer, mit internetten beschäftigt.
Tag 7 - Wien - Haus des Meeres / Schmetterlingshaus / Hundertwasser / ç%"*)*"+*ç%" / neue Bekanntschaft
Heute war ein sehr sehr ereignisreicher Tag. Im Positiven, wie auch leider im Negativen (gibt aber schlimmeres... Später mehr dazu)
Aber alles von vorne. Heute kann es etwas länger werden da wie erwähnt sehr viel passiert...
Erst mal nur etwas über eine Stunde verpennt, dann ins Auto und die U-Bahn geschwungen um ins "Haus des Meeres" zu gelangen. Das HDM entstand in einem ehemaligen Flakbunker aus Adolfs Zeiten, und wurde zu einem viel schöneren Zweck umfunktioniert. In vielen kleineren und grösseren Becken sind alle möglichen bewohner des Meeres zu sehen. Aber im "Haus des Meeres" gibt es noch mehr zu sehen als Meer (Sorry, den musste ich einfach bringen). Über zwei Stockwerke wurde auch noch ein Tropenhaus angebaut, und ich weiteren Terrarien sind Reptilien und Amphibien zu sehen. Im obersten Stock (der neunte wenn ich mich recht erinnere) ist ausschliesslich die Aussichtsplattform mit einem tollen Blick auf Wien. Hat mir sehr gefallen und eigentlich ein Muss bei einem Wien-Besuch. Auch der Shop ist ganz schön und verleitete mich zum Geldausgeben. Ein Objekt der Begierde war leider nicht zu verkaufen, obwohl da auch ein Preis dran stahd den ich auch bereit gewesen wäre zu bezahlen. Alle Überredungskünste halfen nichts. Sehr sehr schade. Das wäre echt ein tolles Teil gewesen. Aber vielleicht kann ich das sonstwo noch auftreiben.
Und was macht man wenn man an einem neuen Ort in Wien ist?? Mal schauen ob Geocaches in der nähe sind (hatte es natürlich). Das fiese dabei: Wenn ich mal anfange zu cachen, kann ich fast nicht mehr aufhören. Da packt mich der Ehrgeiz noch einen weiteren zu finden. So führte mich die Cachesuche über das Hundertwasserhaus zum Donaukanal.
Hmmm, irgendwo dazwischen war ich auch mal noch im Schmetterlingshaus. Weiss nicht mehr so genau wann. Hauptsache ich weiss noch das ich dort war heute...
Soweit mal das Positive...
Dann nahm ich mal kurz, nur für eine einzige Station, die U-Bahn. In der Linie ist immer etwas viel los, und so blieb ich mitten in den Leuten stehen. Zurück an der Oberfläche dann die bittere Wahrheit. Portemmonaie weg. *** Zensierte Gedanken ***. Na super, dachte das passiert nur anderen. Da ich mich ja selten richtig aufrege (nützt ja eh nix) erst mal locker flockig in dem McDonalds gesteuert (nein, nicht um zu essen, hab ja keine Kohle mehr, sondern für ein kleines "Geschäft").
Darauf mal meinem Bruder angerufen für die Nachforschung einiger Telefonnummern für die Sperrung diverser Karten (Danke!).
Auf der nächsten Polizeistation erheilt ich dann auch noch ein Ladegerät für mein Telefon, damit ich die Sperrungen der Karten veranlassen konnte (auch da ein herzliches Dankeschön!). Nach der Aufnahme des Diebstahls lies mir die sehr nette (und äusserst hübsche...) Polizistin noch die Telefonnummern vom Fundbüro der U-Bahn, sowie der schweizer Botschat raus. Zur Botschaft gehe ich nämlich morgen mal um zu schauen, ob die mir eine kleine Finanzielle Unterstütung geben damit ich mindestens wieder nach Hause komme. Für etwas zahlt man ja Steuern, und in solchen Momenten bin ich auch froh Schweizer zu sein. Im optimalsten Fall kriege ich soviel, dass ich meine Reise noch zu ende führen kann. So viel bracuche ich ja nicht.
Soweit das Negative...
Dann kam mir noch der Gedanke, dass ich bei dem letzten Cache vor der U-Bahn auf eine Treppe gesessen bin. Vielleicht da aus der Tasche gerutscht. Wer weiss... Also zurück in die U-Bahn, eine Station zurück und weiter in richting "Cache der Hoffnung". Schon mal im vorab: Nee, war nicht dort, oder schon von jemandem mitgenommen. Aber auf dem Weg dorthin holte mich ein Mann ein und sprach mich an (Nein, auch er hatte es nicht).
Er: Do you speak english? (Sprechen sie Englisch?)
Ich: (Standartantwort) A bit (Ä bisserl).
Er (auf Englisch): Die Österreicher sagen immer "ein bisschen".
Ich: Die Schweizer auch, ich bin einer.
Und dann ging es los. Ahh Schweiz, Super Land usw.
Es stellte sich raus, dass der Herr (Abdulwahid Gwany) Bürgermeister eines Kurdischen Stadtteils ist, und zudem Kopf einer Organisation für Behinderte in Kurdistan (hoffe habe das richtig übersetzt, kann ja nur "ä bisserl" Englisch :-D ). Für diese Organisation war er auch schon öfters in der Schweiz zu Verhandlungen mit schweizer Hilfsorganisationen. Wärend wir dem Donaukanal nach liefen diskutierten wir noch über einige weitere Dinge, unter anderem auch über die Fotografie und was ich damit noch gerne machen würde. Als ich dann mal irgendann abbiegen sollte um wieder zu einer U-Bahn Station zu kommen, hat mir Abdulwahid angeboten ihn zu kontaktieren wenn ich mal nach Kurdistan kommen wolle damit er mir auch seine Organisation genauer vorstellen kann. Und das, so muss ich ehrlich sagen, würde mich extrem interessieren. Denke ich werde in nächster Zeit eingen Mailverkehr mit ihm haben.
Und das krasse an der Geschichte (wenn ihr das noch nicht bemerkt habt): Wäre mir mein Portemmonaie nicht geklaut worden und ich nochmals an den Donaukanal zurückgefahren, hatte ich Abdulwahid nei kennen gelernt. Vielleicht hat das so passieren müssen, wer weiss... Mal schauen was sich daraus noch ergibt. Ich bin gespannt. So, nach dem vielen schreiben ärgere ich mich noch über meine eigene Doofheit und lese noch etwas.
Gute Nacht.



