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Tag 8 - Letztes mal Wien
Wie angekündigt ging es heute erst mal Schweizer Konsulat. Dort wurde auch der Diebstahl der ID aufgenommen. Zu Geld kam ich dann aber schlussendlich nicht über das Konsulat, von denen hatte ich aber den Tipp wie ich dazu komme. Kannte ich gar nicht, funktioniert aber einwandfrei. Über Western Union kann man sich von Familie/Freunden/usw. extrem schnell Geld zusenden lassen. Der Sender füllt ein Formular aus, gibt es zusammen mit dem Geld (+Gebühr) ab und bekommt dafür eine Quittung mit einer Nummer. Diese Nummer wird dann an der Empfänger durchgegeben. Der Empfänger füllt ebenfalls ein Formular mit den Daten aus. Am Schalter werden dann Nummer und alle Angaben die auf dem Formular stehen überprüft, und wenn alles stimmt bekommt man das Geld. Ein unkomplizierter und wie angesprochen sehr schneller Weg um an Bargeld zu kommen. Für den Notfall eine super Lösung.
Damit war dan der Morgen und ein Teil des Nachmittags auch schon gelaufen. Erstes Ziel nach der "Pflicht" war der Naschmarkt. Ein herrlicher Platz. Da könnte man sich kreuz und quer durchfressen. Da gibt es so zimlich alles, und alles ganz frisch. Ich nahm mir da mal wieder einen Döner, da ich schon sehr lange keinen mehr hatte. Und ich muss sagen der war der Hammer. Kein Vergleich zu denen die ich bis jetzt hatte. Da war jede Menge richtiges Fleisch drin (Lamm und Kalb), und nicht wie sonst meist 80% zerhäckseltes irgendwas. So muss ein Döner sein. Und das für 3€! Dafür kriegt man bei uns vielleicht mal das Brot ohne alles....
Machte mich danach noch auf in Richtung Donauinsel. War schön, blieb aber nicht all zu lange. Durch das wirklich viele "durch Wien laufen" merkte ich jeden Schritt in Füssen und Beinen. Mal schauen ob ich nach meiner Rückkehr aus meinem GPS raus kriege wie viel das tatsächlich in etwa waren. Habe so ziemlich alle meiner Bewegungen als Track auf meinem GPS aufgezeichnet.
Und jetzt wollte ich echt mal wieder Internet! Am einfachsten gibts das bei McDonnalds. Muss ja nicht den Müll fressen den sie dort verkaufen. Habe mir ein Sprite bestellt und habe mich in eine ruhige Ecke gesetzt. Da war ich dann, bis Akku leer, mit internetten beschäftigt.
Tag 7 - Wien - Haus des Meeres / Schmetterlingshaus / Hundertwasser / ç%"*)*"+*ç%" / neue Bekanntschaft
Heute war ein sehr sehr ereignisreicher Tag. Im Positiven, wie auch leider im Negativen (gibt aber schlimmeres... Später mehr dazu)
Aber alles von vorne. Heute kann es etwas länger werden da wie erwähnt sehr viel passiert...
Erst mal nur etwas über eine Stunde verpennt, dann ins Auto und die U-Bahn geschwungen um ins "Haus des Meeres" zu gelangen. Das HDM entstand in einem ehemaligen Flakbunker aus Adolfs Zeiten, und wurde zu einem viel schöneren Zweck umfunktioniert. In vielen kleineren und grösseren Becken sind alle möglichen bewohner des Meeres zu sehen. Aber im "Haus des Meeres" gibt es noch mehr zu sehen als Meer (Sorry, den musste ich einfach bringen). Über zwei Stockwerke wurde auch noch ein Tropenhaus angebaut, und ich weiteren Terrarien sind Reptilien und Amphibien zu sehen. Im obersten Stock (der neunte wenn ich mich recht erinnere) ist ausschliesslich die Aussichtsplattform mit einem tollen Blick auf Wien. Hat mir sehr gefallen und eigentlich ein Muss bei einem Wien-Besuch. Auch der Shop ist ganz schön und verleitete mich zum Geldausgeben. Ein Objekt der Begierde war leider nicht zu verkaufen, obwohl da auch ein Preis dran stahd den ich auch bereit gewesen wäre zu bezahlen. Alle Überredungskünste halfen nichts. Sehr sehr schade. Das wäre echt ein tolles Teil gewesen. Aber vielleicht kann ich das sonstwo noch auftreiben.
Und was macht man wenn man an einem neuen Ort in Wien ist?? Mal schauen ob Geocaches in der nähe sind (hatte es natürlich). Das fiese dabei: Wenn ich mal anfange zu cachen, kann ich fast nicht mehr aufhören. Da packt mich der Ehrgeiz noch einen weiteren zu finden. So führte mich die Cachesuche über das Hundertwasserhaus zum Donaukanal.
Hmmm, irgendwo dazwischen war ich auch mal noch im Schmetterlingshaus. Weiss nicht mehr so genau wann. Hauptsache ich weiss noch das ich dort war heute...
Soweit mal das Positive...
Dann nahm ich mal kurz, nur für eine einzige Station, die U-Bahn. In der Linie ist immer etwas viel los, und so blieb ich mitten in den Leuten stehen. Zurück an der Oberfläche dann die bittere Wahrheit. Portemmonaie weg. *** Zensierte Gedanken ***. Na super, dachte das passiert nur anderen. Da ich mich ja selten richtig aufrege (nützt ja eh nix) erst mal locker flockig in dem McDonalds gesteuert (nein, nicht um zu essen, hab ja keine Kohle mehr, sondern für ein kleines "Geschäft").
Darauf mal meinem Bruder angerufen für die Nachforschung einiger Telefonnummern für die Sperrung diverser Karten (Danke!).
Auf der nächsten Polizeistation erheilt ich dann auch noch ein Ladegerät für mein Telefon, damit ich die Sperrungen der Karten veranlassen konnte (auch da ein herzliches Dankeschön!). Nach der Aufnahme des Diebstahls lies mir die sehr nette (und äusserst hübsche...) Polizistin noch die Telefonnummern vom Fundbüro der U-Bahn, sowie der schweizer Botschat raus. Zur Botschaft gehe ich nämlich morgen mal um zu schauen, ob die mir eine kleine Finanzielle Unterstütung geben damit ich mindestens wieder nach Hause komme. Für etwas zahlt man ja Steuern, und in solchen Momenten bin ich auch froh Schweizer zu sein. Im optimalsten Fall kriege ich soviel, dass ich meine Reise noch zu ende führen kann. So viel bracuche ich ja nicht.
Soweit das Negative...
Dann kam mir noch der Gedanke, dass ich bei dem letzten Cache vor der U-Bahn auf eine Treppe gesessen bin. Vielleicht da aus der Tasche gerutscht. Wer weiss... Also zurück in die U-Bahn, eine Station zurück und weiter in richting "Cache der Hoffnung". Schon mal im vorab: Nee, war nicht dort, oder schon von jemandem mitgenommen. Aber auf dem Weg dorthin holte mich ein Mann ein und sprach mich an (Nein, auch er hatte es nicht).
Er: Do you speak english? (Sprechen sie Englisch?)
Ich: (Standartantwort) A bit (Ä bisserl).
Er (auf Englisch): Die Österreicher sagen immer "ein bisschen".
Ich: Die Schweizer auch, ich bin einer.
Und dann ging es los. Ahh Schweiz, Super Land usw.
Es stellte sich raus, dass der Herr (Abdulwahid Gwany) Bürgermeister eines Kurdischen Stadtteils ist, und zudem Kopf einer Organisation für Behinderte in Kurdistan (hoffe habe das richtig übersetzt, kann ja nur "ä bisserl" Englisch :-D ). Für diese Organisation war er auch schon öfters in der Schweiz zu Verhandlungen mit schweizer Hilfsorganisationen. Wärend wir dem Donaukanal nach liefen diskutierten wir noch über einige weitere Dinge, unter anderem auch über die Fotografie und was ich damit noch gerne machen würde. Als ich dann mal irgendann abbiegen sollte um wieder zu einer U-Bahn Station zu kommen, hat mir Abdulwahid angeboten ihn zu kontaktieren wenn ich mal nach Kurdistan kommen wolle damit er mir auch seine Organisation genauer vorstellen kann. Und das, so muss ich ehrlich sagen, würde mich extrem interessieren. Denke ich werde in nächster Zeit eingen Mailverkehr mit ihm haben.
Und das krasse an der Geschichte (wenn ihr das noch nicht bemerkt habt): Wäre mir mein Portemmonaie nicht geklaut worden und ich nochmals an den Donaukanal zurückgefahren, hatte ich Abdulwahid nei kennen gelernt. Vielleicht hat das so passieren müssen, wer weiss... Mal schauen was sich daraus noch ergibt. Ich bin gespannt. So, nach dem vielen schreiben ärgere ich mich noch über meine eigene Doofheit und lese noch etwas.
Gute Nacht.
Tag 5 - Wien - Zoo Schönbrunn
Nach erholsamem Schlaf (der eigentlich noch etwas länger hätte sein dürfen) machte ich mich auf in den Zoo Schönbrunn. Habe ich schon mal erwähn das es mir einfach zu heiss ist (noch immer um die 33° in der Stadt). Da macht mir fotografieren irgendwann keinen wirklichen Spass mehr.
Der Zoo ist schön gemacht, aber halt leider vom Platz etwas eingeschränkt, da der Zoo mitten in der Stadt liegt. Wenn ich so resümiere merke ich gerade das ich gar nichts richtiges zu Mittag gegessen habe, Daher kommt also mein "kleiner" Hunger den ich gerade verspüre. Eine Schinken-Lauch Brezel (was für eine Kombination!) und ein Mandel-Zitronen Eis (Eigene Kombination, zusammen etwas gewöhnungsbedürftig). Getrunken habe ich aber auf jeden Fall genug, und das ist ja das wichtigste.
Nach dem Zoo habe ich mir die erwähnte 72-Stunden Karte der Wiener ÖV's besorg und mal mit der U-Bahn richtung Prater gerauscht. Ziel war eigentlich nicht umbedingt der Prater selbst, sondern das einsammeln von Geocaches. Gut begonnen, den Ersten habe ich nicht gefunden (vorerst). Beim zweiten traff ich einen mit elektronischem Gerät ausgestatteten Herrn um das Zielobjekt kreisen. Bei so einem Verhalten kann es sich nur um einen Cacher handeln. Auf die Frage "Suchst du was?" kam einn lächeln und "Ja" zurück. So machten wir uns gemeinsam auf die Suche. Mit Erfolg! Wir gingen dann auch zusammen zurück wo ich meinen Ersten nicht gefunden habe, und bei Ankunft dort habe ich den kleinen (so nennen wir die Micro-Caches) mit einem Griff gefunden. Nach einem weiteren haben sich dann unsere Wege wieder getrennt. War übrigens nicht ein Wiener, sondern ein Deutscher aus Aachen. So trifft man sich... Hat Spass gemacht.
Wie fast immer bei so heissem Wetter ab ins nächste Freibad auf der Suche nach Abkühlung. Leider hatte das Bad nur noch etwas über eine Stunde offen als ich ankam. Dafür war der Preis mit 3.70 € auch etwas happig (Aber is halt Wien, alles 50% teurer...). Egal, man hat ja Urlaub, raus mit der Kohle! Da noch etwas früch noch einige weitere Caches eingesammelt.
Morgen soll es vorraussichtlich den ganzen Tag regnen. Mal schauen was ich da so anstellen kann. Das technische Museum wäre sicher mal eine Option.
Wie sagt der Österreicher so schön: "Pfüät-Di". Was immer das auf deutsch heissen mag...




